Dr. Gerhard Frey
Deutsche Einheit, deutsche Freiheit
160 Seiten, bebildert
Bald steht er bevor, der 20. Jahrestag jenes 9. November, an dem die Deutschen in der DDR durch eine friedliche Revolution die Berliner Mauer zu Fall brachten. Natürlich ist dieser Tag ein einzigartiges Datum zur nationalen Freude, und uns erwartet eine regelrechte Welle von Erinnerungen in vielfältiger literarischer und dokumentarischer Form. Die Helden der Volksbewegung aus Leipzig und Dresden sollen dabei gefeiert werden, andere aber nutzen das Medienecho ebenfalls, um in selbstverliebter Manier das eigene Einheitslicht weit über den Scheffel zu stellen. Da wird es Zeit für einen kräftigen literarischen Gegenwind!
Das von Dr. Gerhard Frey herausgegebene Buch "Deutsche Einheit, deutsche Freiheit" wird dafür sorgen. Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall am 9. November 1989 erscheint dieses erfrischend andere Buch, das feststellt: Die deutsche Einheit ist nichts für die Vitrine, sondern bleibt eine immer neue Aufgabe. Sie endet nicht an Staatsgrenzen. Und sie muss zur Freiheit führen! Ausführlich stellt das Buch "Deutsche Einheit, deutsche Freiheit" dar, wie das Verbrechen der Teilung, das alles andere war als ein natürliches Ereignis oder eine gerechte Strafe, zustande kam und wie es schließlich scheiterte.
Doch sich allein mit der Beschreibung historischer Tatsachen zufrieden zu geben, kann nicht Anspruch des Buches sein. Also geht es darüber hinaus und stellt die Frage: Was bleibt zu tun? Wir dürfen nach den Feierlichkeiten zum 9. November und 3. Oktober nicht die Hände in den Schoß legen, sondern müssen die deutsche Einheit als fortwährenden Prozess begreifen, für den es sich immer noch einzusetzen gilt, in der Verwirklichung einer Solidargemeinschaft, für die tatsächlichen Garantie der Meinungsfreiheit oder in der Durchsetzung der Volksherrschaft, zum Beispiel.
Abgerundet wird das Druckwerk mit den Stimmen von Prominenten, die von ihren Empfindungen und Erlebnisse rund um Teilung und Einheit erzählen und ihre Zukunftswünsche für Deutschland artikulieren.
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