DruffelHans Meiser
Verratene Verräter
Die Schuld des "Widerstandes" an Ausbruch und Ausgang des Zweiten Weltkrieges
336 Seiten, Broschur, mit Tabellen und Abbildungen
Schon seit Mitte der 30er Jahre formierte sich der Widerstand gegen den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler sowie dessen Partei in Staatsführung und in hohen Kreisen der Wehrmacht. Die Grenze zwischen Hoch- und Landesverrat wurde dauerhaft überschritten. Denn die Schlüsselfiguren wie Admiral Canaris, Generalmajor Oster, Generaloberst Beck, Carl Goerdeler, die Gebrüder Kordt oder der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Ernst von Weizsäcker, konspirierten sowohl vor Kriegsausbruch als auch danach zunächst vor allem mit der antideutschen Kriegspartei um Churchill und Vansittart und nach dem 1. September 1939 mit dem Kriegsgegner.
Im Mittelpunkt des zivilen Widerstandes standen Ernst von Weizsäcker in Zusammenarbeit mit Carl Goerdeler. Seit 1938 informierte dieser Kreis die britische Regierung und vor allem die Kriegspartei über alle wichtigen Fragen und Aktionen. Dabei scheuten sie nicht vor Verleumdung Hitlers und seines Außenministers Joachim von Ribbentrop zurück. Sie spielten absichtlich London Falschmeldungen zu, um es zum Schlag gegen Deutschland zu ermuntern. Gleichzeitig forderten sie die britische Regierung auf durch diplomatisch-militärische Provokationen eine Situation herbeizuführen in der Hitler gezwungen werden sollte, entweder einen Krieg vom Zaun zu brechen oder eine innenpolitische tödliche Schlappe zu erleiden. Als dann England im September 1939 Deutschland den Krieg erklärte, erhoffte Premierminister Chamberlain den "Kollaps der inneren Front“ in Deutschland.
Nach Kriegsausbruch arbeiteten selbst hohe Offiziere für die militärische Niederlage des Deutschen Reiches. Die von Moskau gesteuerte "Rote Kapelle" tat ein Übriges. Per Funk wurden höchst geheime Informationen nach Moskau gemeldet. Angriffstermine wurden verraten, der kämpfenden Truppe wurde bewußt in den Rücken gefallen. Sabotageakte und Falschinformationen führten zu Rückschlägen und Niederlagen. Geheime Informationen aus hohen Regierungs- und Wehrmachtskreisen kosteten lt. Admiral Canaris etwa 200.000 Soldaten der Ostfront das Leben. Kameradenmorde wurden bewußt in Kauf genommen. Fabian von Schlabrendorff hat nach dem Krieg offen zugegeben, daß man alles Mögliche unternommen habe, um "Hitlers Erfolge unter allen Umständen und mit allen Mitteln zu verhindern, auch auf Kosten einer schweren Niederlage des Dritten Reiches".
Nach dem gescheiterten Staatsstreich vom 20. Juli veranlaßte der rachsüchtige Churchill, daß die Namen der den Briten bekannten Landesverräter im Rundfunk und durch einen Agenten in der Schweiz bekannt gegeben wurden. Die Gestapo mußte nur noch zugreifen.
Ein umfangreicher Anhang mit den Kurzbiographien der wichtigsten Protagonisten sowie ein Literatur- und Personenverzeichnis runden diese außergewöhnliche Dokumentation von historischer Brisanz ab, die den aktuellen Forschungsstand wiedergibt.
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