Sebastian Maaß
Kämpfer um ein drittes Reich
Arthur Moeller van den Bruck und sein Kreis
Kieler ideengeschichtliche Studien (KIGS) 2
176 Seiten, s/w-Abbildungen, Großformat, Klappenbroschur
Für die Deutschen bedeuteten die Verwerfungen und Umwälzungen des Ersten Weltkrieges eine Umwertung aller Werte. Nachdem 1918 die Waffen auf dem Felde schwiegen, hob der Kampf der Geister erst an, denn nun entbrannte ein Ringen um die politische Zukunft Deutschlands: Zurück zur Monarchie? Oder vorwärts in den Sozialismus? Die Konservative Revolution (KR) propagierte einen "dritten Weg".
Arthur Moeller van den Bruck (1876-1925) hatte sein politisches Handwerk auf den Propaganda-Schlachtfeldern des Weltkrieges gelernt. Ihm und weiteren Denkern, die ihm folgten, ließ das "Schanddiktat" von Versailles keine andere Wahl als die Flucht nach vorn. Der westliche Liberalismus hatte sich durch seine offen zutage getretene Verlogenheit gründlich diskreditiert, ihm setzte Moeller seine Vision eines "dritten Reiches" entgegen.
Moellers Schriften — insbesondere sein Hauptwerk Das dritte Reich (1923) — beeinflußten die Konservative Revolution nachhaltig und entfalteten auch nach dem Tod ihres Verfassers lebendige Wirkkraft. Ein Kreis von radikalen Theoretikern trug Moellers Gedanken weiter und erarbeitete auf Grundlage seiner Ideen eigene Konzepte, die in nationalistischen Denkzirkeln und Propaganda-Kampfbünden fruchtbar gemacht werden sollten.
Jeder dieser "Kämpfer um ein drittes Reich" verfolgte eine eigene Schwerpunktsetzung, allen aber war eines gemeinsam: die unbedingte Ablehnung des liberalen Systems und des westlichen Parlamentarismus.
Anläßlich der 85. Jährung von Moeller van den Brucks Tod skizziert die vorliegende Monographie die Weltanschauung des konservativen Kulturkritikers sowie sein Wirken und das der von ihm beeinflußten Denker in seinem Umfeld. Der Verfasser Sebastian Maaß untersucht Moeller van den Brucks Konzeption des "dritten Reiches" und legt dessen weltanschauliche Prämissen strukturiert dar. — Der einflußreiche Aufsatz "An Liberalismus gehen die Völker zugrunde", der in nuce Moeller van den Brucks Radikalkritik an den desaströsen Zuständen in der Weimarer Republik enthält, findet sich im vollen Wortlaut abgedruckt.
Mit einem Vorwort von Alain de Benoist!
Inhaltsübersicht:
Vorwort
von Alain de Benoist
1. Einleitung
2. Friedrich Nietzsche
3. Biographie Arthur Moeller van den Brucks
4. Die "Ring-Bewegung"
4.1. Einleitung
4.2. Die organisatorischen Strukturen des Ring-Kreises
4.2.1. Die "Vereinigung für nationale und soziale Solidarität"
4.2.2. Die "Antibolschewistische Liga"
4.2.3. Der "Juni-Klub"
4.2.4. Das "Politische Kolleg"
4.2.5. Der "Deutsche Herrenklub"
5. Der Berliner Kreis um Moeller van den Bruck
5.1. Heinrich von Gleichen
5.2. Eduard Stadtler
5.3. Martin Spahn
5.4. Max Hildebert Boehm
5.5. Heinz Brauweiler
5.6. Walther Schotte
6. Zusammenfassung des ersten Teils:
Personen und Organisationen
7. Moeller van den Brucks politische Publizistik
7.1. Das dritte Reich
7.1.1. Einleitung
7.1.2. Revolutionär
7.1.3. Sozialistisch
7.1.4. Liberal
7.1.5. Demokratisch
7.1.6. Proletarisch
7.1.7. Reaktionär
7.1.8. Konservativ
7.1.9. Das dritte Reich
7.2. Das Recht der jungen Völker
8. Die Ostorientierung
9. Moeller van den Brucks Rassebegriff
10. Der Mythos des Reiches
11. Zusammenfassung des zweiten Teils:
Weltanschauliche Positionen Moeller van den Brucks
12. Appendix
12.1 "An Liberalismus gehen die Völker zugrunde"
von Arthur Moeller van den Bruck
12.2 Mitgliederverzeichnis des Rings 1925/26
12.3 Referentenliste des "Politischen Kollegs" 1922/23
13. Literaturverzeichnis
13.1. Sekundärliteratur
13.2. Quellen
14. Abkürzungen
15. Namens- und Sachregister
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