Indogermanisches Erbe & Drittes Reich

Indogermanisches Erbe & Drittes Reich

Dennis Krüger (Hrsg.)
Indogermanisches Erbe & Drittes Reich

Quellensammlung zur Rolle & Reminiszenz indogermanischer Tradition im SS-Ahnenerbe

148 Seiten, zahlreiche Abbildungen, gebunden (Paperback)

Der 8. Mai 1945 bedeutete eine Zäsur für die deutsche Geschichte. Für einige war es die "Befreiung", für die Meisten jedoch der Zusammenbruch ihrer vertrauten Welt, ihrer Vorstellungen und Anschauungen. Im Zuge der Entnazifizierung galt alles, was aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 stammte, als verabscheuungswürdig, in vielen Fällen gar als verbrecherisch. Begraben unter dem Schutt der Jahrzehnte liegt jedoch eine Geisteswelt, die einer näheren Betrachtung verdient. Dabei steht nicht zuletzt die Frage, ob diese "Forschung unter dem Hakenkreuz" für sich in Anspruch nehmen kann, nicht nur ideologischen Zwecken gehuldigt zu haben, sondern auch eine europäische Geisteswissenschaft betrieben zu haben, der das Wohl Europas durch die Rückbesinnung auf das europäische Geisteserbe am Herzen lag, im Mittelpunkt der Betrachtung.

Natürlich muß bei der Betrachtung des Wirkens vieler Protagonisten der damaligen Zeit das ideologische Umfeld ebenso wie der Zeitgeist berücksichtigt werden, dessen vorherrschende Diktion heute teilweise befremdlich wirkt, jedoch nicht dazu verleiten sollte, die Ideale dieser Generation von vorne herein als verbrecherisch einzustufen. Überschattet werden diese Ideale nicht zuletzt durch Ereignisse, die in Zusammenhang mit dem Krieg zwischen 1939 und 1945 standen, allein läßt sich daran nicht der Maßstab zur Beurteilung der geisteswissenschaftlichen Forschung dieser Zeit anlegen.

Nach nunmehr über fünfzig Jahren seit dem Ende des sogenannten Zweiten Weltkrieges ist es an der Zeit, dem Leser die Möglichkeit einer unvoreingenommenen Auseinandersetzung mit Inhalten der Zeit zwischen 1933 und 1945 zu bieten ohne die Zeit verklären oder gar verherrlichen zu wollen.

Unter bewußter Ausklammerung der Frage nach dem Zusammenhang zwischen nationalsozialistischer Theorie und menschenverachtender Praxis, die in einer Vielzahl von Veröffentlichungen bereits hinreichend untersucht worden ist, sollen hier verschiedene, zumeist dem Blickfeld der Öffentlichkeit entzogener, Forscher aus dem Umfeld des wissenschaftlichen Betriebes der SS, dem Amt Ahnenerbe unter dem Blickwinkel ihrer spezifischen Rolle innerhalb des NS-Systems in kurzen Biographien und anhand exemplarischer Texte dem Leser vorgestellt werden.

 
 

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