Otto Höfler
Die Ursprünge der germanischen Staatsbildnerkraft
44 Seiten, gebunden (broschiert)
Seit die Germanen in die Weltgeschichte eingetreten sind, haben sie sich stets als hervorragende Krieger bewährt. Es gibt in der mehr als zweitausendjährigen germanischen Geschichte, die wir kennen, nicht ein einziges Jahrhundert, in dem die germanischen Völker als Soldaten versagt hätten. Die schwache oder doch gefährdete Seite des Germanentums hat an einer anderen Stelle gelegen: Wer sich bemüht, über alle einzelnen Geschichtswandlungen hinaus, die großen, beharrenden Kräfte und Charaktereigenschaften des Germanentums zu erkennen, der kann von Epoche zu Epoche als Dauergefahr immer aufs neue die Neigung auftauchen sehen, daß seine hohen kriegerischen Fähigkeiten und Tugenden sich nach innen, gegeneinander kehren und zur Selbstzerfleischung führen. Fast niemals wird der soldatische Mensch nur für sich selber, für seinen privaten Eigennutz kämpfen. Fast immer wird es eine Gemeinschaft sein, für die er sich einsetzt. Aber die germanische und gerade auch die deutsche Geschichte zeigt als buchstäblich lebensgefährdende Kehrseite dieser unbedingten Opferwilligkeit, daß diese Kämpfernaturen stets nur allzu bereitwillig waren, nicht lange zu fragen, für welche Gemeinschaften sie denn ihre Kraft und ihr Leben einsetzten: Sie haben genau so tapfer gefochten, ob es nun einen Streit ihrer Familie mit irgendeiner Nachbarsippe galt oder einen Krieg ihrer Gemeinde mit der Nachbargemeinde, einen Kampf mit dem nächsten Stamm oder aber eine welthistorische Schlacht für das Reich… In dieser unveröffentlichten Schrift von 1944 schlägt der bekannte Ahnenerbe-Forscher Otto Höfler ("Die kultischen Geheimbünde der Germanen") einen Bogen von den Staatsbildungen der Germanen bis hin zur allgemeinen Veranlagung des nordischen Menschen zur Staatsorganisation. Erstveröffentlichung der sehr seltenen Schrift.
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