Ernst Nolte
Faschismus. Von Mussolini zu Hitler

Mythos und Realität: Texte, Bilder, Dokumente.

Stark überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe.

350 Seiten, über 300 Abbildungen, broschiert

Schon vor der Machtergreifung des italienischen Faschismus im Oktober 1922 haben zeitgenössische Beobachter behauptet, es handle sich hier um eine neuartige Bewegung, die nicht nur aus den italienischen Voraussetzungen zu erklären sei, sondern sich in ähnlicher Form auch im übrigen Europa ausbreiten könne. In der Tat entstanden in Frankreich und England politische Gruppen, die sich "faschistisch" nannten.

Um die gleiche Zeit wurde Adolf Hitler als der "bayrische Mussolini" gefeiert oder angegriffen. 1933 bezeichnete er sich selbst öffentlich als "Deutschen Faschisten", und Mussolini deutete seinerseits den siegreichen Nationalsozialismus als Teil der "faschistischen Welle".

Als 1936 die Achse Rom-Berlin geschaffen war und der spanische Bürgerkrieg unter den Feldzeichen von Faschismus und Antifaschismus ausgetragen wurde, als der ehemalige Labour-Minister Sir Oswald Mosley und das ehemalige Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Frankreichs Jacques Doriot faschistische Bewegungen gründeten, zweifelte kein Mensch mehr daran, daß der Faschismus ein internationales Phänomen geworden war. Und als 1942 Mussolini und Tuka, Pawelitsch und Quisling, Mussert und Doriot als Verbündete an Hitlers Seite standen, da war es für die Alliierten Mächte ganz evident, daß sie den Kampf "gegen den Faschismus" zu führen hatten.

Aus vielen merkwürdigen Gründen ist diese einst so selbstverständliche Auffassung nach dem Kriege in fast völlige Vergessenheit geraten: da sich Deutschland als die stärkste Kraft im Krieg erwiesen hatte, wandte sich die Aufmerksamkeit ganz überwiegend dem Nationalsozialismus zu.

Der Historiker Ernst Nolte hat 1963 in seinem bahnbrechenden Buch Der Faschismus in seiner Epoche den Begriff "Faschismus" präzisiert und für die Wissenschaft fruchtbar gemacht. Seine methodologischen Reflexionen und historischen Darstellungen sind in diesem Bildband nun fürs Auge aufbereitet. Da die kleineren faschistischen Bewegungen Hollands, Skandinaviens, Belgiens, Spaniens, der Schweiz, Österreich, Ungarns, Rumäniens sowie der anderen Balkanstaaten einbezogen werden, gewinnt das Ausmaß der "Faschisierung" Europas eine dynamische Anschaulichkeit. Und die Dokumente, teilweise erstmals übersetzt, verleihen der Darstellung Noltes große Authentizität. Dem Bedürfnis nach zusätzlicher und zusammenfassender Information dienen Zeittafeln, bibliographische Hinweise und die Kurzbiographien faschistischer Führer.

Das Buch erschien erstmals 1965 und ist seit mehr als 30 Jahren vergriffen. Für die Neuausgabe schrieb Ernst Nolte ein Vorwort. Die Bibliographie wurde aktualisiert, über 25% der Bilder wurden ersetzt, da gerade zu den kleineren faschistischen Bewegungen seither hervorragendes Bildmaterial entdeckt wurde.

 
 

39,00 EUR

 

incl. 7% USt. zzgl. Versandkosten

lieferbar  
 
Anzahl:   St